Von Tele-Rollenspiel bis Tele-Basteln

#Coronaferien – Freunden näher kommen und trotzdem Abstand halten

Es kam ganz plötzlich über uns: Corona hier, Corona da. Ein unsichtbarer Virus verändert das Leben. Alles ist so anders für Kinder: keine Kita, keine Schule, keine Freunde treffen, die Eltern abeiten daheim, aber sind doch irgendwie nicht da. Und die Ursache von allem ist unsichbar für das Auge.

Fehlende soziale Kontakte machen unglücklich!!! Menschen und besonders Kinder sind soziale Wesen, sie brauchen ihre Mitmenschen.

Daher haben wir heute Skype mal ganz anders genutzt: Tele-Rollenspiel, Tele-Basteln und Tele-Musik – ein Erfahrungsbericht:

Tele-Rollenspiel

„Wir rufen jetzt mal deine Freundin per Skype an, dann könnt ihr euch sehen!“

Gesagt, getan. Nach einer kurzen Unterhaltung, die noch relativ ungeübt und steif war, wollen dann aber beide alleine mit dem Tablet ins Kinderzimmer. Kurze Zeit später sind die Pferde vor der Kamera aufgestellt, und das Spiel ist in vollem Gange:

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„Wie heißen deine Pferde?“ „Das ist aber ein schöner Name.“ „Was machen die Pferde jetzt?“ usw.

Tele-Basteln

Kurze Zeit später steht das Tablet auf dem Basteltisch. Die beiden Freundinnen basteln jeder einen Berg mit Gipfelkreuz aus Papier, jeder bei sich daheim und vor seinem Tablet. Der wird nachher für das Pferdespiel gebraucht.

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Eine Videosession später: Es entstehen gemeinsam Klecksbilder. Das Tablet steht am Basteltisch dabei und zeigt, was die Freundin gestaltet hat. Schnell wird eine Tablet-Halterung dafür aus Lego-Duplo-Steinen gebaut!

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Tele-Musik

Die Musiklehrerin hat angeboten, doch mal Musikunterricht per Skype zu versuchen. Die Skype-Kennungen wurden ausgetauscht und Arbeitsmaterialien (Noten, Ausmalbild, Youtube-Video-Link) vorab geschickt. Wir bereiten also den Notenständer, Musikmappe, Instrumente und Tablet vor, und los geht es.

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Gemeinsam singen, Noten entdecken, auf dem Glockenspiel und Flöte spielen. Es klappt! Und gegen Ende wird es immer ungezwungener. Es macht richtig Spaß! Und lenkt ab.

 

Fazit

In so einer besonderen Zeit braucht es solche besonderen digitalen Möglichkeiten, um soziale Kontakte sicher zu pflegen und andere einfach wiederzusehen. Freilich hat es auch Grenzen: Man kann sich nicht mit den Händen gegenseitig direkt helfen (nur zeigen), kann nicht richtig gemeinsam spielen und die sprachlichen Interaktionen sind natürlich auch weniger als im echten Leben. Vielleicht muss man auch nur etwas Übung bekommen. Auf jeden Fall rückt die Welt so näher zusammen! Und: Obwohl ich wirklich ein Anhänger digitaler Medien bin, war ich zunächst skeptisch, dass das funktionieren würde. Und ich war sehr positiv überrascht, wie die beiden Kinder binnen kürzester Zeit souverän mit dem Tablet umgingen und sich voll und ganz auf ihr Spiel und ihre Freundschaft konzentrieren konnten.

 

 

 

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