Mit der richtigen Lernhaltung sind Fortbildungen gleich noch viel spannender und erfreulicher: Eine gute Methode ist es, den eigenen Lernstand zu dokumentieren und Ideen für den nächsten Lernschritt festzuhalten, um dann auf eine Sache zu fokussieren. Dadurch gibt man sich selbst ein machbares Ziel und eine klare Priorität. Gleichzeitig bleiben auch weitere Ideen für die Zukunft festgehalten. Das schriftlich zu machen erhöht die persönliche Verbindlichkeit 🙂
Für meine Fortbildungen nutze ich dazu oft den Lernpfad, den ich hier gerne unter CC0 zur freien Weiterverwendung zur Verfügung stelle – gutes Gelingen! Erstellt ist er mit der App Procreate, meiner Lieblings-Zeichen-App auf dem iPad, und mit zeichnerischen Sketchnote-Elementen – falls jemand auch eigene Lernpfade, Lernlandkarten etc. gestalten möchte.
Es gibt zwei Versionen:
Version 1: Einfache Version

Download als pdf: Mein Lernpfad (CC0): „Mein Lernpfad“ von Dr. Karin Reber, freigegeben als: CC0/Public Domain
Version 2: Mit Grundsätzen für eine positive Lernhaltung

Download als pdf: Mein Lernpfad mit Grundsätzen (CC0): „Mein Lernpfad“ von Dr. Karin Reber, freigegeben als: CC0/Public Domain
Diese Grafik enthält zusätzlich ein paar Grundsätze, dich für mich eine positive Lernhaltung ausmachen, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche.
- Beginnen, wo es persönlich Sinn macht!
Haben Sie ein besonderes Hobby? Machen Sie Musik? Lieben Sie Bücher und lesen Sie gerne? Sind Sie ein künstlerischer Typ? Sporteln Sie gerne?
Starten Sie z.B. mit digitalen Medien erst einmal privat. Gewinnen Sie Sicherheit beim digitalen Malen, beim Lesen oder Erstellen digitaler Bücher oder nutzen Sie das Tablet als Musikstudio, Stimmgerät, Transkriptionshilfe, zum Erkennen von Musiktiteln, …
Starten Sie dann mit Ihren Schüler:innen in einem Bereich, der Sie persönlich begeistert und geben Sie diese Begeisterung weiter! - Mutig ausprobieren – Fehler sind Lerngeschenke!
Meine Erfahrung ist: Kolleg:innen, die mit dem Einsatz von Neuem warten, bis sie selbst alles perfekt können, starten nie! Begeben sie sich bewusst und entspannt in die Rolle eines Lernenden, probieren Sie mutig aus und lernen Sie aus Ihren Fehlern. Gerade auf diesem Weg lernt man oft schneller, und meist kann nicht viel passieren. Das macht auch sympathisch, denn alle Menschen machen Fehler, und das ist ganz normal. Das darf sein! Man kann sogar die Expertenrolle an Schüler:innen explizit abgeben, z.B. über die Methode „Lernen durch Lehren“. Das ist eine spannende Erfahrung für alle!
Hilfreich ist es, nicht in richtig – falsch zu kategorisieren bzw. auf das Lernergebnis zu fokussieren (z.B. bei einer Matheaufgabe: „Falsch!“), sondern zu hinterfragen: Wie hast du es gemacht? Was hat geklappt? Was nicht? Gibt es verschiedene Wege?
Damit legt man den Fokus auf den Lernprozess, nicht auf das Lernergebnis. - Wer fragt, gewinnt! Nur nicht fragen schützt vor Fortschritt!
Es gab einmal eine Zeit, da hatten Lehrkräfte alles zu wissen. Das war aber vor der Zeit des Internets und der Suchmaschinen, finde ich. Gerade bei älteren Kolleg:innen stelle ich bisweilen immer noch fest, dass sie sich nicht trauen zu fragen. Dabei kommt man viel schneller weiter, wenn man fragt: Die Kunst ist heute nicht, alles zu wissen, sondern zu wissen, wen oder wie man fragen kann! Ein gutes kollegiales Netzwerk und/oder den richtigen Rechercheweg zu kennen, ist Gold wert: Auf welche Rechercheergebnisse aus welchen Quellen kann ich mich verlassen? Wo recherchiere ich, z.B. im Internet oder über wissenschaftliche Literatur? Grundsätzlich ist eine neugierige Fragehaltung der Schlüssel zu neuen Horizonten!
Und jetzt wünsche ich viele Fragen und gutes Gelingen beim Erkunden neuer Universen!
Lizenzhinweis:
Weiternutzung der Grafiken/Materialien als OER ausdrücklich erlaubt: Für dieses Werk wird kein urheberrechtlicher Schutz beansprucht, Freigabe unter CC0/Public Domain. Optionaler Hinweis gemäß TULLU-Regel: „Mein Lernpfad“ von Dr. Karin Reber, freigegeben als: CC0/Public Domain.
Vielen Dank für diese tollen Ideen- sie machen Mut, den ersten Schritt zu gehen.
Viele Grüße
Christiane Dieckmann
LikeLike